Basal - Insulin
Basal-Insulin ist in der intensivierten Insulintherapie wichtig zur Deckung des lebensnotwendigen Insulingrundbedarfs, welcher vom Körper auch ohne Mahlzeitenzufuhr gebraucht wird. Die meisten Diabetiker haben einen Basal-Insulinbedarf der bei der Hälfte des gesamten Insulintagesbedarfs liegt, es gibt jedoch ein paar Variationen die beachtet werden müssen. In der Regel (”Normalfall”) wird davon ausgegangen, dass bei endogenem Insulinmangel die notwendige Basal- Insulinmenge bei circa 0,8-1 I.E. pro Stunde liegt, das heißt es werden innerhalb von 24 Stunden 20-24 I.E. Basal-Insulin benötigt.
In der Praxis hat es sich etabliert, die Basal-Insulin Injektion um 22 Uhr als “bedtime-Dosis” zu geben, somit lässt gut das sogenannte Dawn-Phänomen * beeinflussen. Ein Insulinmangel, welcher oft wegen der recht kurzen und dosisabhängigen Wirkzeit zu verzeichnen ist, kann vorkommen wenn Insulin zum Abendessen (u.a. Diabetikerkost) injiziert wird. Die Ursache ist ein ungebremster Blutzuckeranstieg, wobei sich hohe Nüchtern-Blutzuckerkonzentrationen ergeben. Wenn jedoch das NPH-verzögerte Basal- Insulin erst vor dem Zubettgehen verabreicht wird, fällt das Wirkungsmaximum genau in die Zeit des hormonell-bedingten Blutzuckeranstiegs und der Nüchternblutzucker steigt nicht an. Ob die Menge des Basal-Insulins angemessen ist, lässt sich prüfen. Dabei wird der Blutzucker unter der Basal-Insulingabe über 24 Stunden, bei vollständigen bzw. teilweisen Verzicht von Nahrung, engmaschig kontrolliert. Die gesamten gemessenen Blutzuckerwerte müssen dann im Nüchternblutzuckerbereich liegen.
*Dawn-Phänomen = wird in einem zusätzlichen Bericht erklärt.
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