Diabetes bei Kindern

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Diabetes Mellitus ist die am häufigsten vorkommende Stoffwechselerkrankung bei Babys und Kindern. Sie besteht ein Leben lang und kann bisher nicht geheilt werden. Sie stellt Eltern sowie Kinder vor eine große Herausforderung. Es gibt zwei Typen des Diabetes Mellitus:

Diabetes Typ 1

Bei Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung bei der der eigene Körper Antikörper produziert, welche die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören

Diabetes Typ 2

Bei Typ 2 liegt eine herabgesetzte oder gestörte Insulinwirkung vor. Meist wird Typ 2 erst in der Pubertät entdeckt.

Die Ursachen

Typ1: Hier liegt die Ursache am Mangel oder dem kompletten Fehlens an Insulin. Ohne das lebenswichtige Insulin kann keine Aufnahme von Glukose aus dem Blut erfolgen. Dies hat zur Folge, dass die Glukosekonzentration im Blut steigt und diese mit dem Urin ausgeschieden werden muss. Daher auch der Name Mellitus, der honigsüß bedeutet. Die Ursachen für das Auftreten von Typ1 Diabetes sind bis heute nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass verschiedene Dinge eine Rolle spielen, wie Immundefekte, Stress und Infektionen

Typ2: Dieser wurde früher auch Altersdiabetes genannt, da das Vorkommen nur auf das hohe Alter beschränkt war. Mittlerweile tritt Typ 2 aber immer mehr auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Die Ursachen liegen vor allem an starkem Übergewicht, falscher Ernährung und wenig Bewegung.

Symptome

Wenn dein Kind unter häufigem Harndrang, Müdigkeit, Gereiztheit, Gewichtsverlust und einer Anfälligkeit für Infektionen leidet, können dies Anzeichen für eine Zuckerkrankheit sein. Diese Symptome können bei Typ 1 und 2 auftreten. Zu Typ 1 können sich Krämpfe, Verstopfung und verschwommenes Sehen hinzugesellen. Diese Symptome können auf Diabetes hinweisen, es kann natürlich auch etwas anderes sein. Wichtig ist dies von einem Arzt abklären zu lassen, um eine frühzeitige Behandlung einzuleiten.

Was man als Eltern beachten sollte

Kinder wollen spielen, herum toben und vergessen oft die Zeit, eine ansprechende Diabetes-Therapie für Kinder, die Pünktlichkeit und Disziplin fordert, ist daher manchmal schwierig umzusetzen. Eine große Herausforderung für Eltern und Kind birgt das Spritzen des Insulins selbst. Wie nehme ich meinem Kind die Angst davor? Experten empfehlen hier, das Spritzen als eine Art Ritual in den Alltag einzubauen, damit die Kinder den Ablauf voraussehen können. Auch Belohnungen für das erfolgreiche Spritzen, in Form von kleinen Geschenken wie, Spielzeugen können beruhigen. Ebenso ist es ratsam das Kind während und vor dem Spritzvorgang zu entspannen. Sei es durch das Singen von Liedern oder durch eine kleine Massage an der Einspritzstelle.

Eltern stehen häufig mit ihrem Ängsten ganz alleine und hilflos da und versuchen ihr Kind möglichst viel zu kontrollieren. Daher können feste Absprachen dabei helfen, die Risiken abzusehen und zu planen. Wer trotz alledem seine Ängste nicht mindern kann, sollte nicht zögern psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele Krankenhäuser bieten sogenannte Eltern-Kind Sprechstunden für Diabetiker an. Aber auch eine umfassende Eltern-Kind Therapie bei einem Psychologen kann helfen Ängste anzubauen oder zu mindern. Ebenso bei Kindern mit Diabetes als auch Eltern mit betroffenen Kindern.

Leave a Comment.