Diabetes Themen

Informationen zu Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit

Bei unbehandelten Diabetes in der Schwangerschaft geht ein erhöhtes Risiko von der gestörten Entwicklung der Plazenta aus.221545_R_by_alt_f4_pixelio.de.jpg Durch eine Mangelversorgung des Feten,    kann es schlimmstenfalls zum Absterben des noch unge- borenen Kindes führen. Zu den mütterlichen Komplikationen eines Schwangerschaftsdia- betes zählen Erbrechen, Blutdruckerhöhung, erhöhte Eiweißausscheidung im Urin sowie die Notwendigkeit der Entbindung mit Kaiserschnitt. Beim Schwangerschaftsdiabetes besteht jedoch kein Risiko für kindliche Missbildungen, es sei denn, der Diabetes habe undiagnostiziert schon vor der Schwangerschaft bestanden.

Die Therapie des Gestationsdiabetes steht auf zwei Pfeilern, der Ernährungsumstellung und der Insulineinstellung. Bei 85% der Patientinnen genügen die diätetischen Maßnahmen zur Blutzuckeroptimierung, die übrigen 15% benötigen zusätzlich Insulin. Dabei reichen oft kleine Mengen eines schnell wirkenden Insulins vor den Hauptmahlzeiten. Eventuell wird zusätzlich vor dem Schlafengehen und bei Bedarf morgens ein lang wirkendes Insulin gespritzt, das nahrungsunabhängigen Insulinbedarf abdeckt und einen hohen Nüchternblutzucker verhindert. Zur Insulinsorte und Dosierung gibt Ihr Arzt Auskunft. Diabetesmedikamente in Tablettenform dürfen in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, weil sie zu Entwicklungsstörungen des Kindes führen können. Wie die Ernährung umgestellt wird und was zu beachten ist, folgt im nächsten Teil. 

Foto:  by_alt-f4/Pixelio

Geschrieben am 16. April 2009
Kategorie: Allgemein
Schlagwörter: ,