Intensivierte konventionelle Insulintherapie
Grundsätzlich bei Typ-1-Diabetikern wird die intensivierte konventionelle Insulintherapie angewandt (andere Bezeichnungen dafür: ICT oder Basis-Bolus-Therapie), aber auch beim Diabetes Typ- 2 kommt diese Therapie in abgewandelter Form zunehmend zum Einsatz. Die ICT charakterisiert sich durch mehrmalige Insulinapplikationen (mindestens 3-mal täglich), bestehend aus einer 2- Spritzen- Therapie. In der Praxis umgesetzt bedeutet dies folgendes: das Normal-Insulin (schnell wirksames Insulin) wird mahlzeitenabhängig und glukoseabhängig unmittelbar vor der Mahlzeit gespritzt (Bolus). Das Basal-Insulin (=Verzögerungsinsulin; Basis) ist für die Grundversorgung mit Insulin wichtig und wird, individuell auf die Person abgestimmt, ein-, zwei,- oder dreimal täglich verabreicht. Die DCCT (Diabetes Control und Complication Trial) konnte eindeutig belegen, dass bei einer intensivierten konventionellen Insulintherapie weitaus weniger diabetesspezifische Folgeerkrankungen auftraten als unter einer konventionellen Insulintherapie mit zweimaliger Verabreichung eines Kombinationsinsulins.