Im Tagesverlauf tritt bei der Mehrheit der Typ -2-Diabetiker 1 bis 2 Stunden nach dem Frühstück der höchste Blutzuckerwert auf. Aus diesem Grund ist eine Harnzuckermessung etwa 2 Stunden nach dem Frühstück am aussagekräftigsten, so werden hohe Blutzuckeranstiege um diese Zeit am genausten erfasst. Die Harnzuckermessung kann jedoch nicht Blutzuckerwerte die unterhalb der Nierenschwelle liegen und Unterzuckerungen erfassen. Patienten mit stark erhöhter Nierenschwelle können daher nicht auf diese Mess- Methode zurückgreifen. Nicht geeignet ist Harnzuckermessung bei schwangeren Diabetikerinnen, da deren Nierenschwelle immer verändert ist. Für die Routine-Selbstkontrolle bei nichtinsulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern ist die Harnzuckerbestimmung aber immer noch eine bewährte Methode zur Stoffwechselselbstkontrolle.