Sulfanylharnstoff
Sulfanylharnstoffe wirken direkt auf die Betazellen uns steigern dort die Freisetzung von Insulin. Vorraussetzung für die Therapie ist eine gewisse Funktionsfähigkeit der Betazellen. Viele Patienten spüren Heißhunger und nehmen sogar zu unter der Therapie. Sulfanylharnstoffe werden deshalb vor allem bei normalgewichtigen Typ-2 Diabetikern verordnet.
Unterzuckerung insbesondere bei körperlicher Belastung oder Alkoholkonsum ist eine der Wichtigsten Nebenwirkungen von Sulfanylharnstoff. Die Gefahr ist besonders hoch bei dem Wirkstoff Glibenclamid. Zur Vermeidung einer Unterzuckerung sollte die Therapie niedrig dosiert begonnen werden und mind. 6x am Tag gegessen werden.
Fertigarzneimittel mit dem Wirkstoff Glibenclamid sind z.B. Euglucon N, Maninil und Glibenhexal.
Amaryl und Glimepirid ratio sind Fertigarzneimittel mit dem Wirkstoff Glimepirid.